Hubertus – der Schutzheilige der Jäger

Hubertus – der Schutzheilige der Jäger

Hubertus – über diesen Namen stolpert man als Jäger oder Jagdinteressierter zwangsläufig. Am 3. November feiern nicht nur Jäger in Deutschland und Europa den Gedenktag des Hubertus von Lüttich. Doch wieso wurde er der Schutzheilige der Jäger und wie begehen wir in unserer heutigen Zeit den Hubertus Tag?


Hubertus von Lüttich gilt als Schutzheiliger für Jäger, Natur und Umwelt und lebte als Pfalzgraf von Burgund von 655 bis 727 nach Christus.
Die Legende des heiligen Hubertus besagt, dass Hubertus etwa um 655 als ältester Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse geboren wurde. Bereits als junger Mann war Hubertus ein leidenschaftlicher Jäger und ließ sich von nichts von seinem Hobby abbringen. Als Heranwachsender diente er dann am Hofe des Fürsten von Burgund, wo man mit seiner Arbeit äußerst zufrieden war, sodass man ihm mit der Zeit immer mehr Verantwortung übertrug. Doch so schnell es für Hubertus bergauf ging, so rapide ging es kurze Zeit später bergab. Bei der Geburt seines ersten Kindes starb sein Frau. Dies stürzte Hubertus in eine tiefe Sinnkrise und er versuchte seinen Schmerz durch einen ausschweifenden Lebenswandel zu betäuben. Um über seine Trauer hinwegzukommen ging er als Einsiedler in die Wälder der Ardenne und ernährte sich ausschließlich durch die Jagd.

Hubertus erblickt ein leuchtendes Kreuz im Geweih des Hirschen

Als Hubertus eines Tages bei der Jagd einen Hirsch erblickte, schlich er sich an, um das Tier mit Pfeil und Bogen zu erlegen. Doch kurz bevor er den Pfeil abschießen wollte, wurde er von einem leuchtenden Kreuz zwischen den Geweihstangen des Hirschs geblendet. Voll Erfurcht sank er auf die Knie und blickte zu dem göttlich erleuchteten Hirschen auf. Da hörte er plötzlich eine Stimme vom Hirschen ausgehen: „Hubertus, warum jagst du mich?“ Wie vom Donner getroffen realisierte er, dass es Gott war, der durch das Tier zu ihm sprach. Dies ließ ihn erkennen, dass die Jagd nicht nur dem Selbstzweck dient, sondern ein Dienst an die Natur ist und viel Verantwortung mit sich trägt.

Hubertus veränderte von nun an sein Leben radikal. Er verzichtete sowohl auf seine Ämter als auch seinen Besitz, welchen er an die Armen verschenkte. Er zog sich als Einsiedler zurück und verbrachte viel Zeit im Gebet. Bald erhielt er die Priesterweihe und arbeitete als Missionar. Etwa um 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht und 717 verlegte er seinen Bischofssitz nach Lüttich. Von hier aus verbreitete er den christlichen Glauben in den Ardennen und wird heute auch der „Apostel der Ardennen“ genannt. Er starb im Jahre 727.

Heute wird der Heilige Hubertus als Schutzpatron der Jäger, Förster, Waldarbeiter und auch der Schützenvereine verehrt. Seine Ansichten über die „Achtung vor dem Geschöpf“ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein und ist noch heute wichtiger Bestand der Jagd.
Dargestellt wird der Heilige meist als Jäger oder Bischof – mit einem Hund und dem Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz zwischen den Geweihstangen.

So wird der Hubertus Tag gefeiert

Der Hubertus Tag wird heute traditionell am 3. November gefeiert. In manchen Gemeinden begeht man eine Hubertusmesse. Meist wird diese dann noch musikalisch von einem traditionellen Jagdhornensemble begleitet. Auch auf das Wetter am Hubertustag sollte geachtet werden. Denn die Bauernregel für den 3. November lautet: „Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt’s den ganzen November weiß.“

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