Hege und Jagd im Dezember

Hege und Jagd im Dezember

Der Dezember läutet das Ende des Jahres ein und in stillen Momenten ist die Zeit, zurück zu blicken. Aber auch vieles Neues passiert zum Jahresende im Revier und dazu wollen wir Sie wieder einladen, uns zu begleiten.

Ein paar Stück Rehwild fehlen noch

Eigentlich wollen wir Ende Dezember unseren Rehwildabschussplan erfüllt haben, um den Rehen im Hochwinter die notwendige Ruhe zu gönnen. Aber der Blick auf unsere Streckenliste zeigt uns, dass noch 3 Stück fehlen. Das gibt uns die Gelegenheit, die Pflichterfüllung mit dem Angenehmen zu verbinden und unsere Hand greift zum Telefonhörer. Für kommendes Wochenende ist schönes Winterwetter angesagt und wir wollen mit ein paar Jagdfreunden ein kleines Drückerchen auf unsere kleinen Cerviden veranstalten. Natürlich haben die Rehe in dem bejagten Revierteil etwas Stress, aber lieber mal 1 Stunde konzentriert vorgehen, als permanent Druck aufzubauen. Freudig nehmen wir zur Kenntnis, dass uns auch unser Reviernachbar am Samstag mit seinem Teckel unterstützen wird. Die Jagd mit dem körperlich kleinen, aber mit großem Herzen und Mut ausgestatteten Kämpfer, ist immer wieder beindruckend. Anschließend wollen wir uns noch in der Hütte zusammensetzen und in gemeinsamer Erinnerung das fast vergangene Jahr Revue passieren lassen.

Der Teckel ist ein idealer Hund zum Stöbern auf kleiner Fläche. Das Wild kommt sehr vertraut zu den Schützen

Endlich Samstag Nachmittag

13:00 Uhr – so war die vereinbarte Zeit am Feldkreuz und alle 4 Teilnehmer sind pünktlich vor Ort. Es wird nicht viel geredet, jeder weiß was er zu tun hat. Schon viele Male haben wir diese kleinen Jagden durchgespielt, die oft für große jagdliche Freuden sorgen. Neben Fuchs und Hase sind auch Sau und natürlich Reh frei. Manch einer mag jetzt die Nase rümpfen über den Kugelhasen, aber auch wenn auf den ersten Blick das Loch sehr groß erscheint, gibt es auf den „wertvollen“ Teilen Rücken und Keule wenigstens keine Blutergüsse und beim späteren Genuß keine schmerzhafte Bekanntschaft mit einem Schrotkorn. Natürlich wird nur der sitzende Hase beschossen und kein hochflüchtiger.

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Zeit für einen Rückblick

Alle haben ihre Warnkleidung an und nach einer kurzen Ansprache geht jeder zu seinem vereinbarten Stand. In einer halben Stunde soll der Teckel zum Einsatz kommen und wieder mal sein Können unter Beweis stellen. Wir stehen an eine alte Buche gelehnt und genießen die wärmende Sonne im winterlichen Wald. Eigentlich hat ja jede Jahreszeit ihre schönen Seiten. Im Frühjahr die milde Luft mit dem überschwenglichen Erwachen des Lebens. Der Sommer mit seiner heißen, schweren Schwüle, die sich drückend über die Landschaft legt, bis ein erlösendes Gewitter die Natur wieder durchatmen lässt. Dann der bunte Herbst, in dem die Natur ihr buntestes Gewand anlegt und sich jeden Tag neue Eindrücke ergeben. Und jetzt der Winter, der uns immer wieder frösteln lässt, aber der weiße Schneezauber hält für den aufmerksamen Beobachter viele Highlights bereit. So gehen uns die Gedanken durch den Kopf und beinahe hätten wir den feinen Warnruf des Goldhähnchens und das aufgeregte Ticken des Rotkehlchens überhört.

Das Rotkehlchen warnt bei Gefahr mit einem aufgeregten Tick, Tick, Tick

Es geht los…

Der kleine Waldmann hat seine Arbeit aufgenommen und durchstöbert eifrig die dichtesten Brombeerverhaue. Plötzlich, ein leises jiftzen und kurz darauf Kriegsgeheul. Der kleine Racker hat ein Reh hochgemacht, welches er jetzt mit konstantem Spurlaut verfolgt. Wie es für Rehe typisch ist, geht das Reh im Kreis und versucht mit allerlei Tricks den Kläffer abzuschütteln. Der gibt aber nicht nach und folgt beharrlich dem süßen Duft der Rehfährte. Irgendwann wird es dem Reh zu bunt und es zieht langsam auf dem vertrauten Wechsel aus der Dickung. Vom Nachbarschützen rollt wie ein Donnergrollen ein Schuß an unsere Ohren, die durch die elektronischen Gehörschützer nicht nur vor der Kälte, sondern auch vor dem zu lauten Knall geschützt sind. Kurz darauf verstummt das Bellen des Teckels und wir hören den Schützen rufen „Braver Hund, fein gemacht“. Da fällt noch ein zweiter und kurz danach ein dritter Schuß. Scheinbar hatten alle Anblick und hoffentlich auch Erfolg. Nur bei uns blieb der Lauf blank. Aber so ist Jagd und das schmälert in keiner Weise das Erlebnis.

Nach der Jagd

Am vereinbarten Treffpunkt bringen die Erleger 2 Rehe und einen Fuchs mit, der wohl durch die Knallerei aufgeschreckt, sich auf dem Rückwechsel nach Fuchsart verdrücken wollte.

Reinecke will sich bei der Jagd oft heimlich verdrücken.

Das hat doch wieder gepasst. Wie schön ist es doch, mit Freunden und guten Hunden im kleinen Kreis zu jagen. In der warmen Jagdhütte gibt es zum Aufwärmen einen heißen Tee und jeder hat daheim von den kleinen gebackenen Kunstwerken etwas geräubert und die Keksdose macht mehrmals die Runde.

Zeit für den Christbaum

Heute morgen wurden wir mit mahnenden Worten an den Christbaum erinnert. Ein Grund sich mit dem Hund auf eine Revierrunde zu begeben. Unser Ziel ist die kleine Fichtenverjüngung, in der aus unserer Sicht die schönsten Weihnachtsbäume wachsen. Seit Jahren holen wir dort mit dem Waldbesitzer abgesprochen unseren bereits im Sommer auserwählten Kandidaten, der mit seinem Duft und seiner bunt geschmückten Erscheinung unser Weihnachtsfest bereichern darf.  

Alles für die Hühner

Auf dem Weg dorthin sehen wir im freien Feld eine größere Rebhuhnkette. Dieser kleine Hühnervogel des Offenlandes ist bei uns ein seltener Bewohner geworden und ist im Winter ein wahrer Überlebenskünstler. Bei hohen Schneelagen lässt sich das Rebhuhn, wie seine rauhfüßigen Verwandten aus den Mittelgebirgen und Hochlagen, einschneien und kann so den heftigsten Wetterlagen trotzen. Der freigewehte Wintergetreideschlag bietet ausreichend Äsung und soweit raus ins freie Feld traut sich auch nicht der Hauptfeind Habicht.

Rebhuhnkette im Winter

Da leidet der Fasan oftmals größere Not bei uns. Deshalb haben wir auch einen Eimer voll Weizen dabei. Damit werden wir die Fütterung in der Hecke auffüllen, die dem bunten Vogel aus Asien Deckung und Schutz gewährt. Die Kastenfalle in der Nähe der Fütterung für die ungebetenen Gäste ist leer, wird aber mit etwas Rehaufbruch an Attraktivität aufgewertet.

Gefiederte Freunde

Jetzt noch schnell an der Jagdhütte vorbei, bevor die frühe Dunkelheit uns überrascht. In einem kleinen Leinensack haben wir Sonnenblumenkerne vermischt mit angerösteten Haferflocken dabei. Diese füllen wir in den Futterspender, der nicht nur von Singvögeln, sondern auch von Mäusen und dem Eichhörnchen besucht wird. Vom letzten Wildschwein ließen wir den Feist aus und vermischten diesen unter ständigem Rühren mit den verschiedensten Sämereien. Zum Erkalten füllten wir die Mischung in kleine Blumentöpfe und steckten durch das Loch in die fest werdende Masse einen kleinen Haselnussstock. Diese für unsere Kleinvögel wahren Energiebomben hängen wir nun in die Bäume an der Jagdhütte. Wie in Kindertagen ziehen wir uns in die Hütte zurück und drücken uns unsere Nase an der Fensterscheibe platt – voller Spannung – wer wohl der erste Gast an unserem reich gedeckten Büffet sein wird. So haben wir früher unsere gefiederten Freunde kennengelernt und Amsel, Drossel, Fink und Star waren bald unsere vertrauten Bekannten.

Langsam neigt sich der Tag dem Ende zu und die immer tiefer stehende Sonne taucht den Wald vor uns in ein tiefdunkles Rot, bevor die Schatten immer grauer werden und die hereinbrechende Dunkelheit die Herrschaft übernimmt. Wir haben das Gefühl, dass wie in einem Theaterstück der Vorhang gefallen ist und das vergangene Jahr unter sich bedeckte.

Zum Abschluss

Mit dieser poetischen, vielleicht sogar etwas kitschigen Beschreibung, endet der Jahreslauf, den wir gemeinsam mit all seinen Facetten, jagdlichen Höhepunkten, aber auch stillen Momenten in unserer monatlichen Serie „Hege und Jagd“ erleben durften. Wir als Jäger sind privilegiert, all das und noch viel mehr erfahren zu dürfen. Setzen wir uns mit all unseren Kräften ein, um die Begriffe Hege und Jagd mit Leben zu erfüllen und auch zukünftigen Generationen diese unbezahlbaren Eindrücke in ihrer Vielfalt zu ermöglichen.


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